"Du bist nicht mehr meine Freundin, Mama!"

"Du bist nicht mehr meine Freundin, Mama!"

Du bist vier. Deine Mama sagt "Nein". Deine Wut wird immer stärker und schreit aus dir heraus: "Du bist nicht mehr meine Freundin!"

Für einen kurzen Moment wird es still in dir. Außen dafür umso lauter. Am liebsten würdest du wegrennen. Abhauen. Ausziehen.

Denn alles - wirklich alles - entscheiden die Großen. So fühlt es sich an.

Das Schlimmste: Du brauchst Trost. Das hier kannst du noch nicht alleine halten.

Die einzige Person, die dich jetzt trösten kann, ist die, auf die du so wütend bist. Die einzige Person, in deren Armen du liegen willst, ist die, die du am liebsten auf den Mond schießen würdest.

Das sind zu viele Gefühle für deinen kleinen Körper. Sie haben keinen Platz mehr. Du willst, dass deine Mama fühlt, was du fühlst. Die Traurigkeit. Die Wut. Die Ohnmacht. Dass sie dich verstehen kann. Und dass du für einen Moment die Kontrolle hast - auch wenn dir das gleichzeitig zu viel ist. Und weil du deiner Mama vertraust. Mehr als allen anderen.

Du schaust sie an. Ganz kurz. Deine Augen sind voller Tränen, du siehst kaum etwas. Als du blinzelst, willst du prüfen: Ist sie jetzt wütend?

Aber sie schaut dich an - voller Liebe - und sagt ruhig: "Für mich bist du immer mein Freund. Du darfst wütend auf mich sein. Und ich bleibe bei meinem Nein."

Diese Liebe in ihrem Blick gibt dir die Erlaubnis, alles rauszulassen. So, als würdest du es deiner Mama geben - Stück für Stück. Und sie verwandelt es in Liebe. Das dauert. Denn dein Gefühl ist groß. Und echt. Aber irgendwann wird es kleiner. Dein Körper ruhiger. Du atmest wieder.

Mama streichelt dir über den Arm. "Kommst du zu mir?" fragt sie sanft. Du weißt noch nicht, ob du das schon willst. Aber du weißt: Sie ist geblieben, als du sie am meisten gebraucht hast. Und am wenigsten gewollt.

Du bist sicher.

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