
Nicht zum Kindergeburtstag eingeladen?!
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Eine kleine Inspiration für die Begleitung eines herausfordernden Moments, den manche von euch vielleicht schon erlebt haben oder noch werden:
"Mama, alle sind zu Henry's Kindergeburtstag eingeladen - nur ich nicht." Deine Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern. Lauter ausgesprochen würde es noch mehr wehtun.
Mama legt ihre Gabel zur Seite und schaut dir in die Augen. Für einen Moment sieht sie traurig aus. Dann atmet sie tief ein und sagt ruhig: "Ich kann mir gut vorstellen, dass das wehtut. Erzählst du mir mehr davon?"
Dann bricht es aus dir heraus: Von dem Schokokuchen, dem Schatz. Alle haben sich zusammen auf die Party gefreut. Nur du standest alleine am Rand. Mama hat sich neben dich gesetzt. Sie nimmt dich in den Arm, ganz fest.
"Ich bin da." sagt sie leise. Weil sie weiß: Sie kann dir den Schmerz nicht nehmen - so sehr sie es sich wünscht. Aber sie kann da sein. Mit dir fühlen. Eine Weile ist es still, bis du zitternd sagst: "Ich glaube, niemand mag mich."
Sie hält dich noch ein bisschen fester und antwortet: "Weißt du, diese fiese Stimme in deinem Kopf, die flüstert, dass dich niemand mag oder dass du nicht gut genug bist, die ist nicht wahr. Ich kenne dich. Du bist geliebt. Du bist klug, witzig, sensibel - du bist genau richtig."
"Aber warum bin ich dann nicht eingeladen?!" fragst du.
"Es kann viele Gründe geben. Keiner davon muss mit dir zu tun haben. Manchmal passen Dinge einfach nicht. Manchmal ist kein Platz für alle Kinder, die das Kind mag. Deine Aufgabe ist es nicht, dafür zu sorgen, dass alle dich mögen - sondern, du selbst zu sein."
Du sagst nichts. Mama streicht dir durch die Haare. "Wünschst du dir mehr Freunde?" Du nickst. "Dann lass uns das gemeinsam angehen." Du schluckst. "Aber ich will jetzt eingeladen sein!"
Mama lächelt verständnisvoll. "Ich versteh dich so gut. Weißt du - mir ging es als Kind einmal ganz genauso." - "Wirklich? DIR?!" Du schaust sie überrascht an.
Sie nicht. Und erzählt dir alles davon. Danach sagt sie: "Und weißt du was? Wenn ich fünf Jahre alt wäre und eine Party feiern würde - ich würde dich sowas von einladen." Du lächelst. Kurz fühlt sich alles ein bisschen leichter an.
Die Traurigkeit ist noch da. Aber du bist nicht mehr allein. Du spürst: Auch wenn die Welt hart sein kann - zuhause fällst du weich. Du bist sicher.
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